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Sacrima

The Normativity of Sacred Images in Early Modern Europe

Im Jahr 2017 beginnt die Zusammenarbeit zwischen Lupo Burtscher und dem Team von Sacrima. Sacrima ist ein fünfjähriges Projekt (2016-2021), das am Institut für Kunstgeschichte der LMU in München von Prof. Dr. Chiara Franceschini geleitet und vom Europäischen Forschungsrat gefördert wird. Es untersucht die Normativität sakraler Bilder im frühneuzeitlichen Europa und die Beziehungen zwischen Kunst, Bild, Kult und Recht durch eine neue Befragung und Untersuchung von Bild- und Textmaterialien in fünf europäischen Hauptregionen.

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Die Bilderfrage

Als wesentliches Thema bei der Umsetzung der Kommunikationsmittel für Sacrima stellt sich die Frage nach dem Umgang mit den Bildern der frühen Neuzeit. Darauf antwortet Lupo Burtscher mit einem gestalterischen Konzept, das vorschlägt, auf den von der Forschung untersuchten Bilder visuell zu intervenieren. Bilder und Teile davon werden mithilfe von grafischen Bildbearbeitungsmethoden wie Saturation, Fokus und Unschärfe, Zoomen, Collagieren, Wiederholung, Nebeneinanderstellung, Zeichenstrich oder Collage plakativ manipuliert. Durch diese Techniken wird hervorgehoben, womit sich die Veranstaltungen und Seminare von Sacrima beschäftigen. Der reale Wert des Bildes gerät in den Hintergrund, hingegen der visuelle Inhalt in den Fokus, womit sich die Recherche zukunftsgerichtet weiterentwickeln kann.

1/4Visitenkarten

2/4Grußkarten

3/4Grußkarten

4/4Grußkarten

Die Kommunikationsmittel, das Logo und die Corporate Identity

2017 realisiert Lupo Burtscher zwei Faltblätter, die gleichzeitig als Poster fungieren. Sie kommunizieren zwei Konferenzen mit einem jeweils umfangreichen Programm. „Contested forms. The limits of the sacred image and the normative power of art in early modern Europe“ zeigt einen Bildausschnitt von El Grecos „St. Veronica holding the Veil“, wobei die Darstellung von Jesus herausgenommen und somit als Leerstelle bzw. Tabu markiert wird. Bei der Konferenz „Holy children, liminal bodies. The status and materiality of infancy in early modern visual culture“ wird die Frage bearbeitet, welche Elemente verwendet wurden, um das Heilige darzustellen. „Forms and Norms in European Art and Beyond“ experimentiert mit Tendenzen von Verstecken und Darstellen in der europäischen Kunstgeschichte.

Die Corporate Identity von Sacrima besteht aus einem runden Logo in Stempelästhetik. Dahinter steckt die Idee, dass die Bilder auf Forschungsbasis bearbeitet und damit symbolisch einen neuen Stempel erhalten.

Die Webseite

Die Website von Sacrima kommuniziert Veranstaltungen, News und Aktivitäten des Forschungsteams nach außen, zum Anderen funktioniert sie als Recherchetool und digitale Bibliothek. Die sich im Laufe der Zeit ansammelnden Daten werden in einem wachsenden Archiv gespeichert und zugänglich gemacht. Die Datenbank soll in eine grafische Europakarte münden, auf der die getätigten Analysen markiert werden.

Client

Institut für Kunstgeschichte, LMU München

Year

2017-ongoing

Project team

Davide Giorgetta, Giulia Semprini

Web development

Philipp von Hellberg

Website

sacrima.eu

Photo documentation

Luca Meneghel

Project text

Margareth Kaserer