Können Palmen fliegen?

Im Rahmen der Veranstaltung Meraner Frühling 2016 erscheint im Verlag Corraini und in Zusammenarbeit mit dem Kinder-Künstlerbuch-Archiv Ópla das Kinderbuch Luca im Museum. Lupo Burtscher hat für die Vermittlung des Buches sieben Wanderateliers mit dem Titel Können Palmen fliegen? entwickelt und gestaltet. Die Wanderateliers umfassen sieben Workshops – veranstaltet im öffentlichen Raum der Stadt Meran – welche an die Themen des Buches anknüpfen und sie weiterinterpretieren. Begleitet werden die Workshops von einem Handwagen, gestaltet und gebaut von Lupo Burtscher, der sich durch den öffentlichen Raum der Stadt bewegt und den Rahmen für gemeinsame Momente der Wissensvermittlung, des Experimentierens und des Kreierens schafft.

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5/7Atelier mit Katrin Stangl und Michael Heinze

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7/7Atelier mit Katrin Stangl und Michael Heinze

1/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

2/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

3/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

4/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

5/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

6/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

7/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

8/8Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

Zweiter Stern rechts. Ein Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher

Wenn wir unsere Orientierung im Stadtraum verlieren und abseits bekannter Wege unterwegs sind, werden unsere Sinne geschärft: Der Blick wird aufmerksamer und der Geist wacher, wir suchen nach vertrauten Anhaltspunkten und Zeichen. Der Workshop von Atelier Formes Vives und Lupo Burtscher fand in den Gassen des geschichtsträchtigen Meraner Steinachviertels statt. Im Laufe des abwechslungsreichen Tages haben die Teilnehmer diesen Stadtteil durch seine Bewohner kennengelernt, und ihn auf intime und neuartige Weise erlebt. Ausgestattet mit persönlichen Geschichten und mit offenem Blick, gestalteten die Teilnehmer ein Orientierungssystem für die Straßen von Steinach. Die verspielten Schilder zeigten neue Wege auf, die bis zum Ende des Festivals „Meraner Frühling“ zurückgelegt werden konnten.

1/5Atelier mit Dora Somvi

2/5Workshop mit The Vegetable Orchestra

3/5Workshop mit The Vegetable Orchestra

4/5Konzert von The Vegetable Orchestra

5/5Atelier mit Giulia Mirandola

Die Wanderateliers

Die Wanderatelies werden von Illustratoren, Schriftsteller, Designer, Musiker, Wissenschaftler und Filmemacher geleitet, und laden Kinder und Erwachsene ein, mehr über Natur und Pflanzen zu erfahren.

Atelier mit Katrin Stangl (Illustratorin) und Michael Heinze (Schriftsteller und Drehbuchautor)

Tomtie! Tikku! Silio! Cuno! Das sind kleine Wesen, die sich selber die Lobi nennen und in der Meraner Gilf-Schlucht versteckt leben. Im Workshop werden phantastische Figuren gebastelt, die pflanzliche, menschliche und tierische Züge tragen. Katrin Stangl und Michael Heinze sind die Illustratoren und Autoren des Buches Luca im Museum.

Vortrag mit Stefano Mancuso (Neurobiologe)

Stefano Mancuso ist Mitbegründer der Pflanzenneurobiologie. 2012 nannte ihn die Tageszeitung La Repubblica als eine von 20 Persönlichkeiten, die unser Leben grundlegend verändern werden. 99,7% der weltweit vorhandenen Biomasse ist pflanzlicher Natur. Eine ebenso erstaunliche wie weitgehend unbekannte Tatsache: 99,7% der lebenden Materie auf unserem Planeten besteht aus pflanzlichen Organismen. Sollte je ein Außerirdischer in die Erdumlaufbahn vordringen, um die Lebensformen auf der Erde zu analysieren, würde er zwangsläufig zur Erkenntnis gelangen, dass die Erde von Pflanzen dominiert wird, während die Tiere dort eine vergleichsweise unbedeutende Rolle spielen. Wie ist es möglich, dass Lebewesen, die wir im Allgemeinen für unwichtig, nichtfühlend und bewegungsunfähig halten, auf solch klare Weise die Weltherrschaft übernommen haben? Haben wir sie etwa unterschätzt?

Konzert und Workshop mit The Vegetable Orchestra

Seit 17 Jahren schnitzt, baut und forscht The Vegetable Orchestra Karottenflöten, Lauchgeigen und Selleriegitarren, um nur einige zu nennen: Ihr Instrumentarium besteht ausschließlich aus Gemüse. Dadurch entsteht ein eigenständiger Klangstil, der mit herkömmlichen Musikinstrumenten nicht zu erreichen ist. Die Instrumente werden vor jedem Konzert frisch hergestellt. Das Ensemble vereint Musiker, bildende Künstler, Architekten, Designer, Medienkünstler, Schriftsteller und Klangdichter. Die Weiterentwicklung und Verbesserung der Gemüsemusik ist wesentlicher Teil der ästhetischen Suche des Orchesters. Im Rahmen des Ateliers bauen wir Karottenflöten, Lauchgeigen und weitere Instrumente aus Gemüse.

Atelier mit Giulia Mirandola

Das große Buch der Landschaft ist ein Leseworkshop im Freien, der das Interesse an Büchern wecken soll, die ausschliessslich über Bilder erzählt werden. Die Sprache der Bilder ist bekanntlich allgemeingültig und universell verständlich. Der Workshop ist Bilderbüchern gewidmet, und lädt dazu ein, vorübergehend in ihre Welt einzutauchen. Giulia Mirandola sucht Standorte im Gebirge und in der Stadt auf, um dort einer – für viele kuriosen – Tätigkeit nachzugehen: Das Lesen von Bilderbüchern. Sie lebt in Rovereto.

Atelier mit Dora Somvi

Pflanzen bevölkerten schon Jahrmillionen vor uns Menschen die Erde. Sie bekommen einen sehr hohen Stellenwert, wenn wir bedenken, was wir ihnen alles zu verdanken haben: Den Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen, Farben und Düfte, Lebensmittel, und nicht zuletzt – seit Anbeginn der Menschheit – Schönheits- und Heilmittel. Seit 2002 befindet sich entlang des Tappeinerwegs in Meran der öffentliche Kräutergarten, in dem 230 verschiedene Heilkräuter wachsen. Während des Ateliers durchwandern wir den Garten und erfahren Wissenswertes über die Eigenschaften und Heilkräfte sowie über die Verarbeitung der Heilkräuter in der Küche und Medizin.

Kunde

Gemeinde Meran, Stadtbibliothek Meran, Kurverwaltung Meran

Jahr

2016

Projektteam

Claudia Polizzi, Adeline Vieira

Zusammenarbeit

Atelier Formes Vives