Vereinigte Bühnen Bozen
Spielzeit 2015-2016

Für die Kommunikation der Produktionen der Vereinigten Bühnen Bozen der Spielzeit 2015-2016 wählt Lupo Burtscher die Künstlerin Gabriela Oberkofler (in Bozen geboren, lebt und arbeitet in Stuttgart). Ein überdimensionaler Ameisenhaufen, ein Bienenschwarm, ein Hund, Vögel, ein Pferd, mit einer Vielzahl von farbigen Punkten und kurzen Strichen gezeichnet, werden zu Szenarien und Kontexten, um die Theaterproduktionen der Spielzeit bekannt zu geben. Gabriela Oberkoflers Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur, dem Umgang mit Populärkultur sowie mit Traditionen und Landschaften und können auch als abstrakte Porträts von Kindheitserinnerungen an den Geburtsort der Künstlerin gelesen werden.

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Die Spielzeit(en) der VBB

Seit 2012 entwickelt Lupo Burtscher jedes Jahr die Kampagne der Spielzeit der Vereinigten Bühnen Bozen (VBB). In jeder Theatersaison ändert sich die dominante Farbe und auch die Stücktitel und -informationen werden in typografischen Experimenten jeweils in unterschiedlichen Formen vermittelt. Ein/e eingeladene/r KünstlerIn oder FotografIn schafft eine besondere parallele Erzählebene in Bildern, die die vitale Seele des Theaters und die visuelle Identität jeder Spielzeit übersetzen. Die jeweilige künstlerische Praxis verleiht der Theatersaison Volumen. Ihre visuelle Sprache erstreckt sich über vielzählige Kommunikationsmittel, bis sie schließlich das Foyer und den Theaterplatz dank „Kunst zu Gast“ in physischer Form einnimmt. Dabei handelt es sich um ein ad hoc kuratiertes Programm, das eine neue Arbeit der Künstlerin oder des Künstlers zeigt.

Die bildende Kunst wird ins Theater eingeführt und erzeugt einen Kurzschluss in der Öffentlichkeit: auf Plakaten, Broschüren, Programmen und Gadgets ist das Bild nicht mehr eine Darstellung einer Theateraufführung, sondern es bildet eine andere künstlerische Idee ab: Theater wird als Versuchskontext und Kontaminierungsmittel gedacht. Das Publikum als aktiver Teil: beim Betrachten eines Plakats geht es nicht nur darum, ein Bild zu konsumieren. Das Plakatmedium ist eine Gelegenheit, dem öffentlichen Raum die vorherrschende Werbepräsenz zu entreißen – zugunsten eines Vorschlags für die Freiheit des Ausdrucks, die vermittelt, was die Künste verteidigen, sei es visuell, performativ oder in anderer Form.

Kunde

Vereinigte Bühnen Bozen

Jahr

2015-2016

Projektteam

Andreas Trenker

Zusammenarbeit

Gabriela Oberkofler

Fotodokumentation

Malthe Wöhler