Vereinigte Bühnen Bozen
Spielzeit 2018-2019

Die Sujets der Theatersaison 2018-2019 stammen aus dem Schaffen der Künstlerin Esther Stocker. Sie entwickelt ihre Werke aus geometrischen Rastern und Zeichen, die durch minimale Eingriffe aufgebrochen werden. „Systemlosigkeit lässt sich nur durch Systeme beschreiben“, so die Künstlerin. Diese Herangehensweise finden wir auch im Theater, das häufig mit gesellschaftlichen Normen bricht, um Raum für neue Lebens- und Denkweisen zu schaffen. Die unterschiedlichen Spannungsmomente, die Esther Stocker’s Bilder erzeugen, wurden den Stücken der Saison zugeordnet und spiegeln deren Inhalt. Zusätzlich zu den Sujets in Schwarz-Weiß-Grau wurde für jedes Stück eine Farbe bestimmt. Als Kontrast zu den feinen Grafiken, baut das typografische Konzept des Jahres auf großen, raumfüllenden Lettern auf.

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Die Spielzeit(en) der VBB

Seit 2012 entwickelt Lupo Burtscher jedes Jahr die Kampagne der Spielzeit der „Vereinigten Bühnen Bozen“ (VBB). In jeder Theatersaison ändert sich die dominante Farbe und auch die Stücktitel und -informationen werden in typografischen Experimenten jeweils in  unterschiedlichen Formen vermittelt.
Ein/e eingeladene/r KünstlerIn oder FotografIn schafft eine besondere parallele Erzählebene in Bildern, die die vitale Seele des Theaters und die visuelle Identität jeder Spielzeit übersetzen. Die jeweilige künstlerische Praxis verleiht der Theatersaison Volumen. Ihre visuelle Sprache erstreckt sich über vielzählige Kommunikationsmittel, bis sie schließlich das Foyer und den Theaterplatz dank „Kunst zu Gast“ in physischer Form einnimmt. Dabei handelt es sich um ein ad hoc kuratiertes Programm, das eine neue Arbeit der Künstlerin oder des Künstlers zeigt.

Die bildende Kunst wird ins Theater eingeführt und erzeugt einen Kurzschluss in der Öffentlichkeit: auf Plakaten, Broschüren, Programmen und Gadgets ist das Bild nicht mehr eine Darstellung einer Theateraufführung, sondern es bildet eine andere künstlerische Idee ab: Theater wird als Versuchskontext und Kontaminierungsmittel gedacht. Das Publikum als aktiver Teil: beim Betrachten eines Plakats geht es nicht nur darum, ein Bild zu konsumieren. Das Plakatmedium ist eine Gelegenheit, dem öffentlichen Raum die vorherrschende Werbepräsenz zu entreißen – zugunsten eines Vorschlags für die Freiheit des Ausdrucks, die vermittelt, was die Künste verteidigen, sei es visuell, performativ oder in anderer Form.

Kunde

Vereinigte Bühnen Bozen

Jahr

2018-ongoing

Projektteam

Sofia Bresciani, Victoria Preuer

Zusammenarbeit

Esther Stocker

Fotodokumentation

Luca Meneghel