Frauenbewegung ’70

Fragmente der Frauenbewegung in Südtirol

„Mein Bauch gehört mir“ und „L’altra metà del cielo“ forderte die zweite Frauenbewegung in den späten Sechzigern und Siebzigern. Das Frauenarchiv Bozen begibt sich auf die Spuren dieser sozialen Bewegung und erzählt in Fragmenten, wie Frauen Schritt für Schritt mehr Selbstbestimmung, mehr Rechte und mehr Freiheit einforderten und schließlich auch erlangten. Lupo Burtscher hat die Ausstellung inhaltlich mitentwickelt und gestalterisch umgesetzt, sowie eine visuelle Identität dafür entworfen.

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Für die Ausstellung in der Stadtgalerie Bozen beschäftigte sich Lupo Burtscher umfassend mit dem Thema und erarbeitete eine visuelle Strategie, die die damals entfachte Wut und Kraft wiederaufleben lassen. Slogans, die kaum an ihrer Gültigkeit eingebüßt haben, werden großformatig und handgeschrieben auf Plakaten in der ganzen Stadt verteilt. Ein zweisprachiger Ausstellungskatalog mit informativen Texten und Bilddokumenten steht für alle gratis zur Verfügung.

Der Titel der Ausstellung, Frauenbewegung ’70 / Frammenti di storia del movimento femminista in Alto Adige, erhält eine wiedererkennbare Signatur aus bruchstückhaften Buchstaben in Anlehnung an die fragmentarisch erhaltene Narration dieser Zeit, die auf persönlichen Dokumenten und Erzählungen beruht.

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Gegenwart(en)

Lupo Burtscher haben drei wesentliche Themen der Frauenbewegung aufgegriffen und Beiträge dazu kuratiert. Zusammen mit der Filmemacherin Greta Mentzel wurde eine Interviewserie konzipiert, die wichtige Themen der Frauen heute aus der Sicht aller Geschlechter zeigen. Ein Animationsfilm von Nela Märkli nähert sich dem Thema Abtreibung, und eine Soundinstallation von Stefano Bernardi im öffentlichen Raum erinnert u.a. an die lautstark geführten Demonstrationen vor einem halben Jahrhundert.

Kunde

Frauenarchiv Bozen

Jahr

2011

Projektteam

Claudia Polizzi

Zusammenarbeit

Stefano Bernardi, Nela Märkli, Greta Menzel

Kuratoren

Frauenarchiv Bozen

Projekttext

Margareth Kaserer