Schloss Tirol – Turm der Erinnerung

80 Jahre ist es her, seit die Vorgänge der Südtiroler Option ihren Höhepunkt erreichten. Aus diesem Anlass zeigt die Ausstellung „Großdeutschland ruft!“ im Turm der Erinnerung des Schloss Tirols bislang unbekanntes nationalsozialistisches Propagandamaterial, das für die Abwanderung der Südtiroler Bevölkerung aus dem Großdeutschen Reich warb. Der Künstler Riccardo Giacconi setzt dem Material sein Werk Tingierung gegenüber. Der im Zuge der Ausstellung entstandene Katalog von Kurator Hannes Obermair geht im Detail auf die ausgestellten Funde und ihren Kontext ein.

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Der Katalog

Der Katalog zeigt eine detailgenaue, historische Aufarbeitung des gefundenen Materials. Den faschistischen Zukunftsvisionen wird die zeitgenössische Ästhetik des Künstlers Riccardo Giacconi entgegen gesetzt, die am Beginn des Katalogs präsentiert wird. Die Propagandazeichnungen stammen aus dem Nachlass von SS-Mitglied Josef Dorfmann und sind von unterschiedlichen Händen gestaltet. Die Fundstücke teilen den zweisprachigen Katalog in der Mitte und bilden den Übergang zwischen der deutschen zur italienischen Sprache.

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Visuelle Kommunikation

Lupo Burtscher zeichnet sich für die Gestaltung der Kommunikationsmaterialien, der Ausstellungsarchitektur und des Katalogs verantwortlich. Die Gestaltungselemente bilden sich aus Details der Arbeit von Riccardo Giacconi und der Struktur des Pergamentpapiers der originalen Propagandazeichnungen. Handschriftliche Notizen und Botschaften, die auf den Rückseiten einiger Funde zu lesen sind, verbindet Gegenwart und Vergangenheit.

Kunde

Schloss Tirol

Jahr

2020

Projektteam

Victoria Preuer

Kuratoren

Hannes Obermair

Fotodokumentation

Luca Meneghel